Schwangerschaftsmythen – Top 7

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Die Top 7 Schwangerschaftsmythen

Kann ich während der Schwangerschaft meine Haare färben? Darf ich eine Grippeschutzimpfung vornehmen? Darf ich während der Schwangerschaft Sex haben? Wir klären die größten Schwangerschaftsmythen auf und beantworten Ihre brennendsten Fragen!

Wenn Sie schwanger sind, werden Sie wahrscheinlich eine Menge Ammenmärchen hören – von denen einige amüsant doch recht amüsant sind. Nicht alle Schwangerschaftsmythen sind richtig, obwohl Sie zum Teil sehr unterhaltsam sind. Einige der Schwangerschaftsmythen rufen prompt unnötige Sorgen hervor, während andere echte gesundheitliche Komplikationen für Mutter und Kind bedeuten können. Im Folgenden finden Sie die 7 größten Schwangerschaftsmythen und was an diesen dran ist.

Mythos: Vermeiden Sie die Grippeimpfung

Ganz im Gegenteil, die Grippe-Impfung ist sehr wichtig! Viele schwangere Frauen haben Angst, der Impfstoff könnte erst zu einer Grippe führen. Andere wiederum fürchten, dass die Konservierungsstoffe in dem Impfstoff ihr ungeborenes Baby schädigen könnten. Impfstoffe verursachen in keinem Fall eine Grippe und dass der Impfstoff dem Fötus schaden könnte, ist bisher in keinster Weise nachgewiesen worden. Sprechen Sie über Impfungen am besten zuerst mit Ihrem Frauenarzt!

Stattdessen kann eine Grippeschutzimpfung ein Lebensretter für Mutter und Kind sein. Eine Schwangerschaft verändert das Immunsystem einer Frau, insbesondere Herz und Lunge, wodurch sie anfälliger für einen schweren Fall von Grippe während der Schwangerschaft sind.

Mythos: Sie müssen für zwei Essen

Top 7 Schwangerschaftsmythen

Sie versuchen die Portionen Kartoffelsalat oder Eis zu verdoppeln? Nicht so schnell! Ja, Sie essen nun für zwei – aber das bedeutet nicht, dass zwei Erwachsenen-Portionen notwendig sind.

Die durchschnittliche Frau mit normalem Gewicht vor der Schwangerschaft benötigt nur etwa 300 zusätzliche Kalorien pro Tag, um das Wachstum Ihres Babys zu fördern. Das ist in etwa die Anzahl der Kalorien, die ein Glas Milch und ein halbes Sandwich enthält. Eine Frau mit normalem Gewicht sollte 25 bis 35 Pfund während der Schwangerschaft zunehmen – dementsprechend weniger, wenn sie übergewichtig ist.

Frauen, die mehr als 50 Pfund während einer Schwangerschaft zunehmen – wenn sie nur ein Kind austragen – tragen ein höheres Risiko für einen Kaiserschnitt oder die vaginale Geburt wird sehr schwer. Zudem ist das Risiko höher, dass die Kinder von extrem übergewichtigen Müttern im Erwachsenenalter auch Probleme mit Übergewicht bekommen.

Mythos: Haarfärben vermeiden

Es besteht keine Notwendigkeit, den Haaransatz mit der Mutterschafts-Garderobe zu verdecken. Chemikalien in Haarfärbemitteln werden nur zu ganz geringen Mengen über die Haut absorbiert. Es ist also davon auszugehen, dass von Haarfärbemitteln kein Risiko ausgeht. Die starken Gerüche von Haarfärbemitteln können bei Schwangeren allerdings Übelkeit auslösen. Falls Sie dennoch die Haare färben möchten, tun Sie dies in einem gut belüfteten Raum!

Mythos: Koffein ist ein No-Go während der Schwangerschaft

Lieben Sie Ihre morgendliche Tasse Kaffee? Vielen schwangeren Frauen geht es so, aber oft werden Sie vor Koffein Konsum gewarnt, da es eine Fehlgeburt oder Frühgeburt auslösen könne. Dabei ist dieser Zusammenhang in keinster Weise bewiesen! Dennoch sollte man hier kein Risiko eingehen. Ab und zu eine kleine Tasse Kaffee (in jedem Fall aber weniger als 200 Milligramm Koffein pro Tag) schadet nicht zwangsläufig. Das muss jede Frau selbst entscheiden.

Mythos: Fliegen kann das Risiko von Komplikationen während der Schwangerschaft erhöhen

Flughafen Körperscanner, Röntgen-Maschinen beim Sicherheitscheck, Strahlung in großen Höhen während des Fliegens – das sind die üblichen Argumente gegen einen Flug während der Schwangerschaft und der Urlaub auf Balkonien ruft.

Dabei sind die Strahlungen die am Boden zu erwarten sind (Sicherheitscheck, usw.) sehr gering, darüber hinaus ist der Mensch überall im täglichen Leben Strahlung ausgesetzt (Smartphone, etc.). In der Flugphase ist die Strahlung sicherlich erhöht, Sie dringt aber nicht in dem Maße in den Körper ein, wie oft vermutet wird.

Wenn Sie allerdings planen, in Ihrem letzten Trimester zu fliegen, sollten Sie sich bei Ihrer Fluggesellschaft über etwaige Beschränkungen informieren. Einige schwangere Frauen sollten nie ohne eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung fliegen. Das gilt zum Beispiel für Frauen, die Lungen-oder Herzprobleme haben. Aber eine ansonsten normale, gesunde Frau sollte in der Lage sein, sehr sicher zu fliegen.

Mythos: Essen Sie keinen Fisch

Zwei Portionen Fisch pro Woche zu essen kann sehr gesund für Mutter und Kind sein. Insbesondere Kaltwasserfische enthalten viele Omega-3-Fettsäuren, die Ihrem Baby bei der Entwicklung des Gehirns helfen.

Sie sollten allerdings versuchen, Fisch mit hohem Quecksilberanteil, wie Schwertfisch, Hai oder Makrele zu vermeiden. Lachs, Garnelen und Thunfisch in Dosen sind die gesünderen Alternativen.

Roher Fisch wie Sushi oder Sashimi sollte eher vermieden werden, da dieser wahrscheinlicher Parasiten und Bakterien enthalten kann als gekochter Fisch. Es ist aber völlig in Ordnung, gekochtes Sushi zu essen.

Mythos: Sagen Sie Nein zu Sex

Sie können selbstverständlich weiterhin Sex haben, wenn Sie schwanger sind. Sex beeinträchtigt die Entwicklung des Babys in keinster Weise, da das Baby vollständig von der Fruchtblase und der starken Gebärmutter-Muskulatur geschützt wird. Ein dicker Schleim-Pfropfen dichtet zudem den Gebärmutterhals ab. Aber Sie müssen sexuell übertragbare Infektionen beim Sexpartner ausschließen. Wenn Sie Herpes, Genitalwarzen, Chlamydien oder HIV bekommen, könnte die Krankheit auf Ihr Baby übertragen werden.

Manche Frauen fragen sich, ob ein Orgasmus eine Fehlgeburt verursachen kann. Wenn Sie eine normale Schwangerschaft haben, sollte auch das kein Problem sein. Kontraktionen von Orgasmen sind völlig verschieden in der Art.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt, um sicherzustellen, dass Ihre Schwangerschaft in der Tat eine mit geringem Risiko ist. Ihr Arzt kann Sie bezüglich des Geschlechtsverkehrs beraten, wenn es irgendeine Gefahr einer Fehlgeburt oder Frühgeburt gibt.

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